Dinkel – das Getreide der Hildegard von Bingen







Die Äbtissin und universalgelehrte Hildegard von Bingen (1098 – 1179) schrieb über das Urgetreide: „Dinkel ist das beste Getreide, fett und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst, ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voll Heiterkeit. Und wie immer zubereitet man ihn isst, sei es als Brot, sei es als andere Speise, ist er gut und lieblich und süß.“

Dinkel (lat. Triticum aestivum subsp. spelta)

Der Anbau von Dinkel ist aufwändiger als von anderen Getreidesorten. Im Unterschied etwa zum Weizen ist das Dinkelkorn fest mit den Spelzen verwachsen, sodass es nach dem Dreschen einen zusätzlichen Verarbeitungsschritt – das Entspelzen – erfordert. Dinkel verfügt über eine besonders verträgliche Verteilung von Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiß, Kalium, Phosphor und Eisen. Studien haben ergeben, dass sich ein Mensch problemlos über längere Zeit ausschließlich von Dinkel ernähren könnte, ohne dass Mangelerscheinungen auftreten. Unter dem Begriff „UrDinkel“ versteht man alte Dinkelsorten wie Oberkulmer Rotkorn, Bauländer Spelz, Ebners Rotkorn oder Roter Tiroler. Zu den moderne gezüchteten Dinkelsorten (Weizendinkel) zählen Franckenkorn, Alkor oder Rouquin. Alle UrDinkel-Produkte der Drax-Mühle sind mit unserem UrDinkel-Qualitätssiegel versehen. Dinkel ist reich an Proteinen und verfügt damit über gute Backeigenschaften. Beim Backen mit Dinkel sollte man darauf achten, den Teig eher sanft und kurz zu kneten und etwas mehr Flüssigkeit zuzufügen als bei Weizenmehl. Dinkelgebackenes sollte zügig aufgegessen werden, da es schneller „altbacken“ schmeckt.

 Dinkel – das Urgetreide Bayerns

Wir sagen es so, wie es ist: Der Dinkel ist unser allerliebstes Getreide! Es gilt als das Urgetreide Bayerns, verschwand aber nach und nach von den Äckern und von unserem Speiseplan, da der Anbau in großem Stil nicht lohnenswert war. Heute erlebt das Urgetreide – zu Recht – eine Renaissance. Dinkel zeichnet sich durch seinen einzigartigen, nussigen Geschmack aus und verfügt über eine besonders verträgliche Verteilung von Nährstoffen: Er enthält 45 Mineralien und Spurenelemente. Dinkel ist ein basisches Getreide und wird von Allergikern oft besser vertragen als Weizen.

Ein uraltes Getreide mit Tradition

Dinkel wurde bereits vor 15 000 Jahren als Kulturpflanze im südwestlichen teil Asiens bekannt, die ältesten Dinkelvorkommen in Europa sind über 4 000 Jahre alt. Noch im 20. Jahrhundert wurde in der Gegend rund um die Drax-Mühle – etwa in den Landkreisen Mühldorf am Inn, Erding, Ebersberg und Rosenheim – reichlich Dinkel angebaut. Heute sind Dinkelfelder selten geworden.

UrDinkel „Oberkulmer Rotkorn“

Die Drax-Mühle hat sich dazu entschieden, den Dinkelanbau in der Region ganz bewusst zu fördern. Da wir eng mit unseren Landwirten zusammenarbeiten, können wir sicherstellen, dass wir ausschließlich mit dem UrDinkel der Sorte "Oberkulmer Rotkorn" beliefert werden. Diese Sorte weist keinerlei eingekreuzten Weizenanteil auf und das ist uns im Sinne unserer Kunden wichtig! Unser hoher Qualitätsanspruch verpflichtet uns zur Transparenz vom Anbau bis zum Verkauf. UrDinkel schmeckt intensiv, verfügt über sehr gute Backeigenschaften und ist auch in ernährungsphysiologischer Hinsicht wertvoll. Das Getreide ist ein kraftvoller Fitmacher und wird als "Gesundbrunnen für Körper und Geist" bezeichnet.

Der „Alleskönner“ unter den Getreidesorten

Dinkel ist ein idealer Energiespender für den Alltag, aber auch für besondere Herausforderungen: Er belastet nicht, fördert die Verdauung, nährt und stärkt. Das Getreide garantiert eine konstante Energieversorgung im Körper, soll sogar Lebensmittelallergien ausgleichen und eignet sich auch hervorragend als Kindernahrung.